Wachse mit Unbridled World!

Ultimativer Guide zum Zelten in den USA

Ich liebe Zelten. Habe es immer geliebt und werde es immer lieben. Auf unserem Ost-West Road Trip haben wir meistens im Zelt oder hinten in unserem 73er Station Wagon geschlafen. Unser Budget war ganz schön schmal, wodurch wir viele Dinge ausprobiert haben. Nationalparks, State Parks, National Forests, normale Zeltplätzen und kostenloses campen. Alles, was ich dadurch gelernt habe, möchte ich heute mit dir in diesem ultimativen Guide zum Zelten in den USA teilen.

Zeltplätze in Nationalparks

Lass uns am besten mit den bekanntesten und meist teuersten Zeltplätzen anfangen: Die Zeltplätze in Nationalparks.

Der Preis hat natürlich auch seinen Grund, denn du bist ganz nah an den tollen Sehenswürdigkeiten des Parks. Auch wenn’s oft kein fließend Wasser gibt und „pit toilets“ deine neuen Freunde werden. Im Gegenzug musst du nie weit laufen oder fahren, um den Park zu erkunden.

Einige Zeltplätze in den Nationalparks haben fließend Wasser, aber keine Duschen. Dann gibt es meistens rundherum Zeltplätze, wo man duschen kann oder es gibt öffentliche Duschen wie im Rising Sun Motor Inn des Glacier Nationalpark.

Zelt auf einem Zeltplatz im Olympic Nationalpark umzingelt von Bäumen
Wenn sich direkt ein uriger Wald anschließt wie im Olympic Nationalpark, tun auch die $20 nicht weh

Sommer ist bekanntlich Hochsaison und Nationalparks werden dann so richtig voll – gerade die „Top 10 National Parks”. Das hat dann zur Folge: Du musst mehr planen oder Geduld aufbringen, wenn du im Nationalpark zelten möchtest. Es gibt für dich diese zwei Optionen:

  1. Reserviere dein Zeltplatz VORHER: Das ist die Version für die Planer und Organisationstalente. Das ist ganz klar sehr unflexibel für Roadtrippers, obwohl manche es eventuell auch mögen vorauszuplanen. Jedenfalls haben die meisten Nationalparks Zeltplätze, die NUR oder TEILWEISE für Reservierungen sind. Das was übrig bleibt, funktioniert nach dem „Wer als Erstes kommt…“ Prinzip.
  2. Wer als Erstes kommt” am frühen Morgen: Das ist für die Frühaufsteher unter euch, die eh gerne den Sonnenaufgang sehen. Fahr sehr früh zum Zeltplatz und warte bis die Leute abhauen. Ja, das klingt super frech und kann nervig sein, aber du möchtest das eventuell in Kauf nehmen. Bei uns hat’s im Glacier Nationalpark geholfen. Lass dich nicht von den Schildern am Eingang vom Nationalpark beunruhigen. Im Sommer steht dort kontinuierlich „FULL“ und ich glaube nicht, dass sie es überhaupt ändern, weil die Zeltplätze sich eh ständig wieder füllen. Die einzigen Zeltplätze, die oft noch freie Plätze haben, sind die, die kein fließend Wasser haben oder die, die abseits gelegen sind, z.B. der Cosby Campground im Great Smoky Mountains Nationalpark. Ich habe jedoch auch eine Person getroffen, die noch am Mittag oder Nachmittag Glück hatte und einen Zeltplatz bekommen hat. Die Wahrscheinlichkeit ist nur sehr sehr gering…

Zelten im State Park

Die USA hat tausende State Parks, die klein und unbekannt sein können oder aber auch bekannt und extrem überfüllt. Es kommt also darauf an, welchen du dir aussuchst.

Der Custer State Park ist z.B. sehr bekannt und die Zeltplätze im Sommer schnell voll. Im Watkins Glen oder Graham Cave State Park hingegen ist es nicht so schwierig, einen Platz zu ergaunern. Die Preise schwanken von Park zu Park.

Zelt umzingelt von Bäumen auf einem Zeltplatz in der Nähe vom Custer State Park, South Dakota, USA
In der Nähe des Custer State Parks – Pure Ruhe

Zeltplätze außerhalb der National- und State Parks

Natürlich gibt es auch Zeltplätze außerhalb von National- und State Parks bzw. rundherum. Besonders wenn die großen Parks schnell überfüllt sind, wird man viele Zeltplätze außerhalb finden, die mit günstigeren Preisen locken.

Wir waren recht oft in diesen unterwegs, weil sie nicht nur günstiger sondern auch eine bessere Ausstattung hatten. Manchmal gibt es aber auch Ausnahmen. In St. Mary am Glacier Nationalpark kostet es $30, wobei es im Nationalpark nur $20 gekostet hat. Natürlich super schlau, weil die Leute ja irgendwo bleiben müssen, auch wenn die Zeltplätze im Nationalpark voll sind.

Manchmal ist es einfach besser nicht im National- oder State Park zu schlafen, weil es außerhalb viel ruhiger und entspannter ist. Wie haben die Ruhe außerhalb des Custer State Parks geliebt. Im Yellowstone hingegen, war die Stille toll, jedoch die 60 Meilen (97 km) zum West-Eingang des Yellowstone mochte ich nicht.

Sternenhimmel außerhalb des Yellowstone - Zelten in den USA
Der Sternenhimmel außerhalb des Yellowstone war jedoch grandios

Ich würde immer empfehlen sich einen Zeltplatz im Glacier und Yellowstone zu besorgen, weil die Bedingungen am besten sind.

Günstig  zelten in den USA – National Forests und BLM

Mein Favorit immer wieder: Zelten in National Forests. Zelten in den USA kann ganz schön ins Geld gehen. Das war eine ganz schöne Überraschung für mich, weil ich dachte Zelten muss immer günstiger sein als Hotels und Motels. Manchmal haben die Zeltplätze aber $30 oder mehr gekostet…

National Forests bieten eine günstige Alternative zu anderen Zeltplätzen an. Die offiziellen Zeltplätze kosten zwischen $5 und $12. Der Preis variiert je nach Lage und ob es nur pit toilets oder normale Toiletten gibt. Die meisten Plätze haben Feuerringe, Wasserquellen und Picknick-Tische.

Das BLM (Bureau of Land Management) ist ähnlich wie die National Forests. Die Preise liegen in etwa zwischen  $4 und $10, aber das kann in jedem State anders sein. Wir haben keine Erfahrungen mit dem BLM, weil auf unserer Strecke keiner lag. Diese Seite gibt jedoch mehr Info’s (auf Englisch).

Lagerfeuer gehört zum Zelten in den USA dazu

Kostenlos zelten in den USA

Die beste Option, um Geld zu sparen ist das wilde Zelten (oder auch boondocking genannt). Als ich herausfand, dass man legal und kostenlos in National Forests zelten kann, war ich super glücklich. Endlich mal eine Möglichkeit, die Tour mit einem geringen Budget zu machen. Natürlich müssen auch hier bestimmte Regeln beachtet werden:

  1. Zelte nur dort, wo bereits ein sichtbarer Zeltplatz ist. Meistens in Seitenstraßen oder unebenen Pfaden, wo dann einzelne Buchten sind.
  2. Baue keine neuen Feuerstellen, sondern nutze nur die, die bereits da sind. Das wird kein Problem sein – glaub mir!
  3. Der Zeltplatz muss 30-50m von Hauptstraßen, offiziellen Zeltplätzen oder Wanderwegen entfernt sein.
  4. Achte auf die speziellen Regeln in jedem National Forest. Es kann sein, dass manche keine Lagerfeuer erlauben wegen der Trockenheit, etc.

Auf BLM Land gilt genau das Gleiche. Hier darfst du jedoch nur 14 Tage innerhalb von 28 Tagen wild campen. Die BLM Regeln variieren von State zu State. Daher solltest du immer vorher die Webseite des jeweiligen State besuchen.

Bei beiden dürfen Autos und Wohnwagen abgestellt, sowie Zelte aufgeschlagen werden.

Zelten in den USA oder im Auto schlafen, den Sternenhimmel sieht man häufiger
Im Auto schlafen oder das Zelt aufschlagen bei freier Sicht auf die Sterne

Meine Lieblingsressource, um kostenlose Zeltplätze zu finden

Auf freecampsites.net sind viele Orte registriert, an denen man kostenlos oder günstig zelten kann. Das vereinfacht das kostenlose Zelten in den USA ungemein. Dabei handelt es sich um National Forests, andere Grundstücke und Parkplätze. Zu dem Zeltplatz gibt es Beschreibungen und meist auch Bewertungen. Die Farben zeigen dir, ob es kostenlos, günstig oder teuer ist.

Du kannst auch dazu beisteuern, indem du die Zeltplätze bewertest oder neue hinzufügst.

Warnungen & Sicherheit

Bitte, schau immer nach, ob es irgendwelche Warnungen oder Sicherheitshinweise für bestimmte Gegenden gibt!

Die USA bietet eine diverse Flora und Fauna, dass es immer wieder Sicherheitshinweise zu beachten gibt. Ob es nun Hinweise sind, wo man sein Essen lagern soll, wenn man in einer Bärengegend ist oder es um mögliche Waldbrände geht. Auf so etwas solltest du immer achten!

Wachse mit Unbridled World!

Kreieren. Leben. Entfalten.

Krieg‘ hilfreiche Tipps & Inspiration mühelos per Email!

Wer schreibt denn hier eigentlich?

Wer schreibt denn hier eigentlich?

Abenteuerin, digitale Nomadin, und Freiheitssuchti - Das bin ich, Nate the Nomad!
Im Oktober 2016 habe ich meine Sachen in Berlin gepackt und reise seitdem mit meinem Ehemann.
Wir sind genießen die Freiheiten des ortsunabhängigen Lebens in vollen Zügen! Wir lieben kleine Abenteuer und das Kennenlernen neuer Kulturen.

Hier erfährst du mehr!

Lass mir ein Kommentar da!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.