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Früher Fernbeziehung, Jetzt Reisegefährten – Eine Liebesgeschichte

Heute ist ein ganz besonderer Tag für mich. Um genau zu sein auch für meinen Partner, denn wir feiern heute Dreijähriges. Wow, wie die Zeit verfliegt! Vor drei Jahren lernte ich jemanden kennen, mit dem ich heute über alles reden kann und der meine größte Passion mit mir teilt: Das Reisen. Ich möchte diese Gelegenheit nutzen. Währenddessen wir als Reisegefährten den Transfăgărășan Highway in Rumänien runterfahren, möchte ich dir unsere „romantische Liebesgeschichte“ erzählen.

Früher Fernbeziehung, Jetzt Reisegefährten – Eine Liebesgeschichte

Wo habe ich James kennengelernt?

Vor drei Jahren habe ich ein Auslandssemester in Hawai’i gemacht – die beste Entscheidung meines Lebens! Auch wenn es nicht gerade meine finanzielle Situation verbessert hat, bereue ich es keine Sekunde. Ich habe endlich entdeckt, was ich mit meinem Leben anfangen möchte und – viel wichtiger – ich habe James kennengelernt.

Als ich nach Hawai’i kam, kannte ich niemanden. Trotzdem wollte ich aktiver sein und Oahu so gut wie möglich erkunden. Somit habe ich in einer Ersti-Facebook-Gruppe unserer Uni nachgefragt, ob jemand mit mir wandern gehen möchte.

James schrieb mich darauf an und erklärte mir, dass er einen anderen Trail ein paar Tage später machen möchte und lud mich ein. Skeptisch wie ich war, wollte ich die Person vorher treffen bevor sie mich in den Dschungel schleppt. Immerhin war ich allein und weit weg von zu Hause – also geht Sicherheit vor! 😉

So trafen wir uns auf einen Kaffee und am nächsten Tag gingen wir zusammen auf die Three Peaks (drei Bergspitzen). Natürlich haben wir es nur zur ersten Bergspitze geschafft, weil ich noch gar nicht fit genug war für diesen Trail.

Abgesehen davon, dass ich mich vermutlich endlos über den Schwierigkeitsgrad aufgeregt habe und James den Kater seines Lebens hatte, hat es auf eine gewisse Art zwischen uns gefunkt.

James und ich beim Wandern in Deutschland als wir bereits Vollzeit zusammen reisen als Reisegefährten
Das Bild ist zwar nicht von Hawai’i, aber wir gehen immer noch gerne zusammen wandern

Wann haben wir dann mit dem Dating angefangen?

An meinem “Ein-monatigen” mit Hawai’i (also der Tag an dem ich einen Monat dort war), befand ich mich in Feierlaune, aber ich war auch ein klein wenig einsam. Ich wollte den Tag bzw. Nacht unter den Sternen Hawaii’s verbringen.

Du kannst dir vermutlich vorstellen, dass Waikiki nicht der beste Ort dafür ist, aber leider habe ich nun mal dort gewohnt. Da James einen Truck hatte, habe ich ihm die folgende Nachricht gesendet: “This isn’t a “romantic date question”, but would you like to go star gazing with me on the East Coast?” (Das ist keine “romatische Date”- Anfrage aber hättest  du Bock mit mir an der Ostküste Sterne zu beobachten?). Das wurde zu unserem kleinen Insider und du wirst gleich herausfinden warum.

Stell dir vor, du liegst an der Küste einer paradiesischen Insel, der Mond scheint, die Sterne glitzern am Himmel, die Wellen prallen auf die felsige Küste und es sitzt ein attraktiver Gentleman neben dir auf der Decken. Wie kann das denn bitte nicht romantisch sein??!!! Das war also der magische Moment, in dem wir uns das erste Mal geküsst haben.

Die nachfolgenden vier Monate waren einfach grandios! Wir haben viel Zeit miteinander verbracht, aber die ganze Sache „locker“ betrachtet, denn „Fernbeziehungen funktionieren ja bekanntlich nicht“.

Als ich dann Tschüss sagen musste

Als mein Abflug näher rückte, war ich nur noch ein Häufchen Elend. Ich wollte nicht los. Ich wollte die „Beziehung“ auch nicht beenden.

Am Tag vor meinem Abflug bin ich jedoch in Tränen ausgebrochen. Mehrmals. Jedes Mal, wenn ich ihn angesehen habe oder an den bevorstehenden Flug dachte, füllten sich meine Augen mit Wasser.

Endlich versprach mir James, dass er mich in Deutschland besuchen würde. Das zeigte mir, dass es doch nicht komplett vorbei war. Allerdings lag dies ca. 5 Monate in der Zukunft.

Und so sagten wir uns zum ersten Mal “Bis bald”.

Eine Überraschung später

Nach meinem Auslandssemester war eine kleine Westküsten- und Festlandtour geplant mit ein paar Freunden. Währenddessen ich versucht habe mit meinen Gefühlen zurecht zu kommen, habe ich einen super Flug-Deal von Deutschland nach Hawai’i gefunden. Praktischerweise lagen die Termine sogar über James‘ Geburtstag – nur 2,5 Monate in der Zukunft. Ich will nicht lügen, ich habe mir tagelang den Kopf darüber zerbrochen, ob ich es wagen soll ihn zu überraschen. Immerhin war bei uns alles noch so unsicher und frisch. Ich wollte es nicht ruinieren.

In irgendeiner Nacht dachte ich mir dann: “”Fuck it, ich buch das jetzt!” und so war es offiziell.

Wenn ich es genau bedenke, war dies meine klügste Entscheidung in unserer Beziehung. Nachdem wir nochmal zwei Wochen miteinander verbringen konnten, war für uns klar, dass es kein Urlaubsflirt war sondern wahre Liebe.

Diese frustrierenden Fernbeziehungen

Wir haben also zwei Jahre lang eine Fernbeziehung geführt. Wir haben uns alle 2-4 Monate für mindestens 14 Tage gesehen. Ich bin entweder zu ihm geflogen, er kam mich besuchen oder wir haben uns irgendwo in SO Asien oder den Staaten getroffen um zu reisen. Es war also nicht ganz so schlimm, aber die Trennungsphasen waren wirklich nicht einfach.

Jedes Mal wenn wir uns sahen, wusste ich, dass alles funktionieren wird, weil wir etwas Besonderes hatten.

Innerhalb unserer zweijährigen Fernbeziehung sahen wir uns insgesamt 10 Monate. Das ist ganz schön beeindruckend, wenn man überlegt, dass die halbe Welt zwischen uns lag (nimm dir ruhig einen Globus zur Hand). Als wir voneinander getrennt waren, haben wir täglich getextet, manchmal geskypt (wenn die Zeiten gepasst haben) und uns viele Bilder geschickt.

Tägliche Fotos über WhatsApp halfen bei der Fernbeziehung
Bilder halfen dabei, die schmerzhaften Zeiten zu überstehen

Fernbeziehungen können funktionieren

In unserem Fall kann ich sagen, dass Fernbeziehungen funktionieren können. Letztes Jahr im Oktober habe ich Deutschland verlassen. Mit einem Rucksack stürzte ich mich in ein neues Abenteuer. Ein Abenteuer mit meinem Partner. Da James noch seinen Abschluss absolvieren musste, genoss ich das hawaiianische Paradies noch etwas und fing an online zu arbeiten.

James und ich bei seiner Graduation (Abschlussfeier) in Hawai'i
Bei James‘ Abschlussfeier zu sein, war mir wichtig, denn bei einer Fernbeziehung verpasst man viele Events…

Von Fernbeziehung zu Reisegefährten

Im Dezember 2016 starteten wir letztendlich in unser ortsunabhängiges Leben.

Jetzt verbringen wir 24/7 zusammen, arbeiten zusammen, essen zusammen, treffen andere Menschen zusammen und – am wichtigsten – wir erkunden neue Länder und Kulturen zusammen.

Und um ehrlich zu sein: Ich könnte mir nicht vorstellen das mit irgendjemand anderem zu machen. Zum Glück habe ich damals die “nicht romantische Date Frage” gestellt, sodass ich meinen Partner, Freund und gleichzeitig Reisegefährte finden durfte.

Früher Fernbeziehung, Jetzt Reisegefährten – James und ich nach einer balinesischen Zeremonie
Zusammen reisen ist natürlich viel besser als eine Fernbeziehung

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Kreieren. Leben. Entfalten.

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Wer schreibt denn hier eigentlich?

Wer schreibt denn hier eigentlich?

Abenteuerin, digitale Nomadin, und Freiheitssuchti - Das bin ich, Nate the Nomad!
Im Oktober 2016 habe ich meine Sachen in Berlin gepackt und reise seitdem mit meinem Ehemann um die Welt.
Wir genießen die Freiheiten des ortsunabhängigen Lebens in vollen Zügen. Wir lieben kleine Abenteuer und das Kennenlernen neuer Kulturen.

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