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Budva Guide für Digitale Nomaden

Budva ist ein großartiger Küstenort für digitale Nomaden, die es bevorzugen von zu Hause zu arbeiten. Die zentrale Lage vereinfacht es die Schönheit von Montenegro zu erkunden.

Montenegro ist recht praktisch, wenn es ums Visum und Geld geht. Das sollten allerdings nicht die einzigen Gründe sein, warum Montenegro einen Besuch wert ist. Warum aber unbedingt Budva? Warum nicht andere Städte? Wir haben Budva sogar zweimal als Home Base gewählt. Ob dir Budva auch gefallen könnte, wirst du hoffentlich in diesem Beitrag herausfinden.

Gründe, warum Budva eine gute Wahl für digitale Nomaden ist

Ok, lass uns mal gucken, was Budva so für digitale Nomaden im Angebot hat.

1. Zentrale Lage

Budva hat eine ziemlich zentrale Lage, die Tagesausflüge, Kurztrips und alle möglichen Aktivitäten erleichtert. Du kannst den Bus nutzen, um fast überall im Land hinzukommen. Attraktionen, wie z.B. die Bucht von Kotor, Sveti Stefan, Lovcen, Skadar, Herceg Novi und Bar, sind nur ein paar Stunden (oder weniger) entfernt. 

2. Spring in deiner Mittagspause ins Meer

Wir haben unsere (Nach-)Mittagspause oft genutzt, um uns schnell abzukühlen. Der Strand war nur 7 min von unserer Wohnung entfernt. Das war perfekt ins kühle Nass zu springen, das glasklare Wasser zu genießen, zurückzulaufen und dann mit der Arbeit fortzufahren.

In und um Budva hast du mehrere Strände zur Auswahl. Du könntest also auch locker einen ganzen Morgen oder Nachmittag dort verbringen.

3. Von Bergen umrahmt

Falls du Wandern magst, kannst du das in den umliegenden Bergen machen. Du kannst entweder mit dem Taxi oder Bus zu den Wanderpfaden kommen, aber keine Sorge, es ist nicht so weit. Leider gibt es nur ein paar Wanderwege, die direkt in Budva anfangen.

Brauchst du mehr Infos zum Colca Canyon? Finde hier die Wanderwege in und um Budva!

Budva mit Küste und Bergen aus der Vogelperspektive
Aussicht auf Budva von einem Wanderweg

4. Komfort

Budva ist eine der größten Städte in Montenegro. Also findest du auch alles, was du für das tägliche Leben benötigst. Du solltest keine Probleme damit haben, bestimmte Sachen in Geschäften zu finden, medizinische Angelegenheiten zu handhaben oder von A nach B zu kommen.

5. Preiswertes Leben

Wenn du außerhalb der Hauptsaison (Juni – August) nach Montenegro kommst, wirst du es für recht günstig empfinden.

Wir haben das erste Mal eine 3-Raum-Wohnung für 350 Euros pro Monat gemietet (September bis Dezember). Das zweite Mal haben wir 700 für eine 2-Raum-Wohnung hinlegen müssen, weil es im Sommer war.

Also kommt es wirklich auf die Jahreszeit an, aber das ist ja überall am Mittelmeer so. Im Sommer wird einfach das meiste Geld verdient und im Winter wird alles geschlossen.

Abgesehen von der Miete ist alles andere sehr günstig. Du kannst dir unsere Ausgaben weiter unten im Beitrag ansehen.

6. Viele Touren & Ausflüge starten in Budva

Ich habe zwar die Tagestrips bereits erwähnt, aber wollte nochmal kurz auf die Gruppentouren zu sprechen kommen. Von Budva starten mega viele Touren zu allen möglichen Orten in Montenegro. Du kannst Ostrog oder die blaue Höhle (Blue Cave) besuchen, sowie Rafting und viele andere Aktivitäten mitmachen.

Wir haben insgesamt zwei Touren mitgemacht, aber waren nicht wirklich begeistert. Allerdings kamen wir zu dem Fazit, dass wir einfach keine Gruppenausflüge mögen. Wir sind eher die Individual-Reisenden.

7. Das Wetter ist super

Und vermutlich das Beste in ganz Montenegro. Da Budva von Bergen umrandet ist, werden Schlechtwetter-Wolken größtenteils abgeblockt. Die Wolken bleiben auf der anderen Seite und in Budva ist Sonnenschein.

Hawaii Strand mit blauem Wasser auf einer Insel in der Nähe von Budva in Montenegro
Steiniger Hawaii Strand auf der Insel vor Budva

Wenn allerdings ein Sturm vom Meer kommt, geht Budva unter. Es ist selten, dass es nur ein bisschen regnet. Entweder ist es sonnig oder ordentlich stürmisch. 

Nachteile, die gegen Budva sprechen (könnten)

Nichts ist wie in einem paradiesischen Traum. Jeder Ort kommt auch mit ein paar Nachteilen. Ohne diese zu erwähnen, kann keiner eine Entscheidung treffen.

1. Schnelle Entwicklung

Manche finden die schnelle Entwicklung und das Wachstum von Budva unattraktiv. Die Hochhäuser ruinieren schon irgendwie die Ästhetik der mediterranen Altstadt. Und offen gesagt, jedes Jahr gibt es haufenweise neue Gebäude. Ich war ein wenig schockiert, wie viel die Stadt in 1.5 Jahren gewachsen ist (Ende 2017 zu Sommer 2019).

2. Überall wird geraucht

Etwas, das mich nur wenig störte, aber anderen eventuell mehr auf den Sack geht.

Leute rauchen einfach ü.b.e.r.a.l.l. Ich glaube nicht, dass es irgendwelche Gesetze dagegen gibt oder Aufklärung. Jeder raucht hier. Ich habe sogar einen Mann rauchen sehen, während er ein Kind im Arm hielt, sowie eine Frau, die an einem Tisch im Café rauchte mit einem Säugling direkt daneben.

3. Wlan gibt’s nicht überall

Anders als mit dem Zigarettenrauch wirst du nicht überall Wlan haben. Aus welchem Grund auch immer haben viele Cafes, Bars und Restaurant kein Internet. Ich meine, du kannst immer eine SIM-Karte kaufen, sodass du nicht auf das WLan angewiesen bist.

4. Keine Coworking Spaces

Wenn du jemand bist, die/der ohne Coworking Space nicht funktioniert, dann ist Budva nicht die richtige Wahl. Es gibt hier einfach keine.

Mich stört das nicht, da ich immer von zu Hause aus arbeite. So kann ich morgens direkt in gemütlichen Klamotten loslegen.

Ich weiß allerdings, dass manche ein „Büro“ brauchen. Dann sind vielleicht Herceg Novi, Kotor, Tivat, Porto, Bar und Podgorica bessere Optionen für dich.

Foto von der Altstadt in Budva und Küste mit der Ballerina Statue im Vordergrund

Digitales Nomadenleben in Budva

Wir haben unsere Aufenthalte in Budva wirklich genossen. Sonst wären wir dort auch kein zweites Mal hin. Du willst vermutlich einen Einblick haben, wie es ist in Budva als digitaler Nomade zu leben. So kannst du besser entscheiden, ob du Montenegro bzw. Budva eine Chance geben wirst.

Vielleicht bist du dir sogar schon sicher ein paar Wochen oder Monate in Budva zu verbringen, aber willst noch ein bisschen mehr über die Stadt erfahren.

Welcher Bezirk in Budva ist gut und wie findet man dort eine Wohnung?

Selbstverständlich ist die Altstadt und alles drum herum touristisch, laut und teuer. Ich würde niemals versuchen dort eine Wohnung zu finden. Insgesamt habe ich mich in keiner Ecke wirklich unwohl gefühlt (in Bezug auf Sicherheit etc).

Wenn dir die Nähe zum Strand wichtig ist, kann ich dir die Bezirke Maini, Rozino, Velji Vinogradi, Babilonija, und vielleicht noch Centar empfehlen. Von Babilonija und Rozino könnte es allerdings je nach Lage 10-15 min dauern ehe du am Strand ankommst. Aber das ist ja trotzdem noch zu verkraften. Übrigens mochte ich den östlichen Teil des Strandes sogar mehr.

Babin Do war keine interessante Gegend für uns, weil alles am Hang gebaut ist. Wenn du allerdings ein tägliches Hügel-Workout magst, dann viel Spaß dabei. Außerdem war der Bezirk mehr für „Rich Guys“ und hatte weniger normale Etablissements.

Unsere Wohnungen befanden sich jeweils im Bezirk Rozino und wir liebten es dort. Es war nicht weit zum Strand. Die Altstadt war ca. 30 min zu Fuß entfernt (das kalkuliert bereits die überfüllten Wege im Sommer ein). Wir hatten das Garden Café und ein paar weitere super Restaurants in der Nähe. Es gab 2 Fitnessstudios und den Busbahnhof um die Ecke. Es war also eine gute Lage fürs alltägliche Leben. Wir haben die Wohnung über die Expats Gruppe auf Facebook gefunden. Wir haben nach Hilfe gefragt und ein paar Leute haben uns deren verfügbare Wohnungen angeboten. 

Du kannst außerdem erstmal ein paar Nächte in Budva buchen und dann vor Ort suchen. Klicke hier, um dein Zimmer zu reservieren (Affiliate-Link: Mit der Buchung unterstützt du diesen Blog). Wenn du umherläufst, wirst du eine Menge Schilder mit verfügbaren Apartments sehen. So kannst du außerdem den Bezirk (und die Stadt an sich) auschecken. Beachte allerdings, dass diese Methode für den Sommer (Mitte Juni bis Mitte August) fast unmöglich ist. Leute vermieten lieber an Urlauber oder verlangen Unmengen.

Die Mietpreise scheinen ganz schön zu variieren! Ein Faktor ist die Saison. Sommermonate sind grundsätzlich das doppelte oder dreifache. In den anderen Monaten kannst du locker eine 2-Raum-Wohnung für 250 Euro bekommen. Verhandlungsgeschick, Lage, sowie die Qualität der Wohnung spielen hier natürlich eine Rolle.

Blick auf die Altstadt in Budva bei Nacht
Budva am Abend

Polizeilich melden

Ich habe oft gelesen, dass man eigentlich dazu verpflichtet ist, sich polizeilich zu melden (egal wie lange man bleibt). Bei Kurzaufenthalten macht das meist das Hotel.

Wir haben es bei beiden Malen nicht gemacht und wir hatten keine Probleme damit. Allerdings sind wir auch niemals per Landweg ausgereist. Ich habe gelesen, dass Leute ohne den Zettel an der bosnischen Grenze Probleme bekommen haben. Beließ dich also dazu gründlich und mach das richtige. Ich möchte dazu keinen Rat geben.

WLan & SIM-Karten

Vor und während unseres ersten Aufenthaltes habe ich oft gelesen, dass das Internet in Montenegro scheiße sei. Ich kann das gar nicht bestätigen. Unsere WLan-Erfahrungen waren sehr positiv! Wir hatten nie Probleme und mein Mann musste Anrufe über Skype/Google Voice führen. Ich denke, es kommt ganz einfach darauf an, wo du wohnst.

In Sachen SIM-Karten habe ich mir eine Prepaid-Karte für 15 Euros von Telenor. Es war ein „Touristen-Paket“ mit 10 GB für 30 Tage, glaube ich. Es ist vielleicht nicht super-super günstig, aber besser als in Deutschland.

Cafés & Coworking

Und hier fängt’s an, schwierig zu werden. Ich glaube nicht, dass Budva viele Cafes hat, von denen man arbeiten kann. Es gibt mal hin und wieder ein paar süße und gemütliche Cafés, aber viele haben kein WLan. Wenn du kein Problem damit hast, über einen Hotspot zu arbeiten, ist das allerdings kein Problem für dich.

Als ich dort war, hatte ich ein Coworking Space auf Google gefunden, aber ich kann es jetzt auch nicht mehr finden. Daher sage ich vorsichtigerweise lieber, dass es keinen Coworking Space gibt. Anscheinend sind sie in dieser Stadt nicht so nachgefragt.

Lieblingsrestaurants

Ich esse, wo ich wohne. Also gehe ich nicht weit aus meinem Komfortradius heraus. Die Altstadt ist übertrieben teuer, daher kann ich dort nichts empfehlen. Wir haben einmal im Secret Garden gegessen und ich war damit einfach nicht glücklich.

Wo du auf alle Fälle essen solltest: Traditionelle Restaurants mit Tagesmenüs. Die sind die Besten! Es kostet nur 5 Euro und du bekommst eine Suppe und ein Hauptgericht (z.B. Gulasch oder gefüllte Paprika). Manchmal gibt es noch einen Salat oder ein Dessert dazu. Das ist es also absolut wert und, um ehrlich zu sein, kannst du dir das auch zu zweit teilen. Mehrere Restaurants bieten solche Tagesmenüs an, z.B. Stella, Relax Grill, und Pod Lozom. Die sind alle auf der Mainski Put Straße.

Unsere Lieblingsgrillgerichte kamen von Parma. Dann haben wir regelmäßig im Garden Café gegessen. Das war nicht nur weil es super nahe gelegen war, sondern weil die Burger und Hähnchengerichte sehr lecker waren.

Wenn wir mal etwas Besonderes zum Abendessen haben wollten, sind wir ins Teraca Restaurant auf der Hauptstraße (Jadranski Put) gegangen. Dort gibt es traditionelle Gerichte, wie z.B. Ispod Sac, das man einfach mal probiert haben muss. Das Fleisch ist butterzart und hammer lecker!

Wer es bis jetzt noch nicht zwischen den Zeilen lesen konnte, hier nochmal ganz klar: Vegetarier*innen und Veganer*innen haben es in Montenegro schwer.

Natürlich solltest du auch Fisch und Meeresfrüchte probieren. Dafür gibts haufenweise Restaurants mit netter Aussicht entlang der Küste. Ich hab ehrlich gesagt keine Favoriten in dem Bereich.

Falls du einen schnellen Snack möchtest, hol dir Burek aus der Bäckerei (Pekara). Wir lieben das Zeug!

Foto aufgenommen über den roten Dächern von Budva, es zeigt die Kirchen und die bergige Landschaft
Ausblick von der Altstadt

Ausgaben – Wie viel kostet es, als digitaler Nomade in Budva zu leben?

Ich kann logischerweise nur über unsere Ausgaben sprechen. Und in dem Falle sogar nur von unserem letzten Besuch im Sommer 2019. Da haben wir erst angefangen, unsere Ausgaben aufzuzeichnen.

Hier ist, was wir durchschnittlich pro Monat ausgegeben haben (2 Personen):

  • Miete (inkl. Nebenkosten): 700 Euro (350 Euro in der Nebensaison)
  • Essen: 450 Euro
  • Aktivitäten: 80 Euro (wie z.B. Touren, Strandliegen, Kayaks, Parasailing, etc.)
  • Alkohol: 150 Euro
  • Transport: 30 Euro (Bus, Taxi, Boote)
  • Gesamt: 1410 Euro (1060 Euro und weniger in der Nebensaison)

Ok, lass mich ein paar Sachen erklären. Das Essen umfässt tägliche Kaffees im Café (1,50 Euro pro Cappuccino). Außerdem habe ich nicht oft gekocht, wodurch wir mehr auswärts essen waren. Wir haben also nur 100-150 Euro für Lebensmittel ausgegeben. Der Rest kommt von Restaurants und Cafés.

In diesem Sinne haben wir natürlich auch mehr für Bier ausgegeben. Ein kühles Bier zum Essen oder auf der Strandliege ist einfach toll.

Was ich versuche zu sagen: Wir haben definitiv nicht am Essen und Trinken gespart. Wenn du sparsamer lebst, kannst du hier für deutlich weniger leben. Außerdem musst du beachten, dass Touren und Aktivitäten im Sommer mehr kosten.

Sprache

Und zu guter Letzt möchte ich noch über die Kommunikation sprechen. Immerhin ist sie ein wichtiger Bestandteil des Lebens.

Montenegrinisch ist vielleicht nicht die einfachste Sprache, aber es ist trotzdem gut ein paar Worte zu können. Außerdem ist sie dem Serbischen, Bosnischen und Kroatischen sehr ähnlich. Man könnte es mit den unterschiedlichen Mundarten in Deutschland vergleichen. Daher kannst du mit ein paar Worten in mehreren Ländern klar kommen.

Hier findest du ein paar hilfreiche Wörter und Sätze!

Eine andere hilfreiche Sprache wäre Russisch, da auch Montenegro zur ehemaligen Sowjetunion gehörte. Und die meisten Touristen (und Immobilienbesitzer) kommen aus Russland.

Lass mich in den Kommentaren wissen, ob ich was vergessen habe!

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Wer schreibt denn hier eigentlich?

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Abenteuerin, digitale Nomadin, und Freiheitssuchti - Das bin ich, Nate the Nomad!
Im Oktober 2016 habe ich meine Sachen in Berlin gepackt und reise seitdem mit meinem Ehemann um die Welt.
Wir genießen die Freiheiten des ortsunabhängigen Lebens in vollen Zügen. Wir lieben kleine Abenteuer und das Kennenlernen neuer Kulturen.

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