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Wie ist das Leben als digitale Nomadin am Atitlan-See in Guatemala?

Am Atitlan-See konnten wir mal das „richtige digitale Nomadenleben“ führen: Mit einer fantastischen Aussicht vom Laptop aus arbeiten. Na gut, es war nicht am Strand, aber es war dort ähnlich schön.

Es war das erste Mal, dass ich unseren Lebensstil so richtig wertschätzen konnte. Unser Apartment hatte eine spektakuläre Aussicht auf den Atitlan-See und wir haben endlich eine perfekte Balance zwischen Arbeit und Leben gefunden. Das war der Grund für diesen ersten DN Guide zu einem Ort, an dem wir gewohnt haben. Und vielleicht wollte ich auch nur ein bisschen mit unserem Leben angeben. Der Atitlan-See in Guatemala ist einfach super für digitale Nomaden!

Wir haben uns für San Marcos La Laguna entschieden. Es ist ein kleines, entspanntes Dorf, wo du sehr viele naturbezogene, Yoga-liebende und spirituelle Menschen treffen kannst.

Um den See herum, gibt es mehrere unterschiedliche Orte und du suchst dir eventuell eine belebtere Stelle aus, wie z.B. San Pedro oder Panajachel. In diesem Beitrag geht es allerdings um San Marcos.

Warum ist unser DN-Leben am Atitlan-See anders?

Mein Anfang ins Nomadenleben war alles andere als leicht. Wir hatten die günstigsten Zimmer oder Wohnungen gemietet, die den Zweck für uns erfüllt hatten. In Guatemala war es allerdings anders. Dort hatten wir uns bewusst für eine bessere Unterkunft entschieden, um uns mal was zu gönnen.

Unser Verdienst war deutlich besser und ich (besonders ich) war nicht mehr so gestresst wie in meinem ersten Jahr. Wir wollten einfach mal Abschalten und das Leben genießen. Dafür ist San Marcos am Atitlan-See perfekt!

Aussicht auf den Atitlan-See und die Vulkane von einem Apartment
Unser Ess- und Schreibtisch

Wir hatten uns ein wunderschönes Apartment mit Blick auf den Atitlan-See ausgesucht. Eine Seite der Wohnung war komplett verglast, sodass man fast von jedem Winkel der Wohnung die Aussicht genießen konnte.

Wohnzimmer mit Couch, Kamin, Hängematte und Tisch mit einer Aussicht auf den Atitlan-See
Wir hatten eine großartige Aussicht von dem Winkel im Apartment

Wir haben um die 800 USD (725€) pro Monat bezahlt, aber es war jeden Cent wert! Eine meiner Lieblingsbeschäftigungen war in eine der vielen Hängematten (im Apartment oder auf der Dachterrasse) zu schaukeln. Wir hatten einen Reinigungsdienst zwei Mal (!!!) pro Woche, sodass wir uns komplett auf unser Leben und unsere Arbeit konzentrieren konnten.

Ausblick auf den Lago de Atitlan in Guatemala von der Dachterrasse
Die Dachterrasse war einfach genial!

Das Grundstück ist ziemlich groß. Es hat viele Sitzmöglichkeiten im Grünen und einen Zugang zum See. Also konnten wir Schwimmen, wann immer wir wollten. Die Sauna ist direkt neben dem Steg. Also kannst du nach der Schwitz-Session direkt ins kühle Nass springen.

Pierre, der Eigentümer, ist eine wundervolle Person! Wir hatten ein paar großartige Gespräche mit ihm und haben es geschafft ein paar Grill-Events zu organisieren.

Brauchst du mehr Infos zum Colca Canyon? Hier geht’s zur Webseite der Unterkunft: Pasaj-Cap!

Also im Endeffekt hat sich unsere finanzielle Situation gebessert, sodass wir uns eine schönere Wohnung leisten konnten. Es nimmt eine Menge Stress weg, nicht nur auf die Wohnsituation bezogen, sondern auch was die Arbeitszeiten angeht. Darum war es das perfekte Timing, um am Atitlan-See zu leben.

Wir konnten aktiv sein, soziale Kontakte pflegen, Spanisch lernen und arbeiten. Einfach ein ausgewogenes digitales Nomadenleben führen!

Perfekte Balance zwischen Arbeit und Leben

Als digitale Nomadin fällt es mir oft schwer abzuschalten. In einem Moment sagt man: „Das war’s für heute!“ und im nächsten Augenblick scrollt man durch Facebook und findet was Interessantes in einer Gruppe. Und bähm, da arbeitet man schon wieder. Es geht doch schneller als gedacht.

Am Atitlan-See habe ich versucht, das Ganze zu vermeiden. Ich habe wirklich mal Zeit Offline gehabt. Woohooo!

Normalerweise sind wir um 6 Uhr mit den ersten Sonnenstrahlen aufgewacht. Es war kein Wecker nötig, da wir einfach die Vorhänge offen gelassen haben. Sobald die Sonne das Apartment aufhellte, sind wir aufgestanden. Wir haben uns also einen natürlichen Rhythmus angewöhnt.

Nach ein paar Tassen Kaffee, habe ich den Tag mit Yoga gestartet. Es hat mir ungemein geholfen, meine Gedanken zu sortieren und mit der richtigen Motivation bestimmte Aufgaben anzugehen.

Bevor wir nach Guatemala gegangen sind, wollte ich immer mit Yoga anfangen, aber habe es nie wirklich durchgezogen. Eine Yoga-Session mit dieser Aussicht und Ruhe ist unweigerlich der beste Start in den Tag!

Rote Yoga-Matte mit Aussicht auf den Atitlan-See in Guatemala
Yoga mit Panoramasicht

Wir haben außerdem angefangen Spanischunterricht zu nehmen – ENDLICH! Wir haben einen großartigen Maestro gefunden, der sich 2 Stunden am Tag 5x pro Woche (manchmal nur 3x) mit uns getroffen hat. Wir haben so viel gelernt! So viel konnte ich nicht mal annähernd mit einem Jahr Duolingo lernen. Wir haben den Spanischkurs über die gesamte Aufenthaltszeit laufen lassen.

Da wir keinen Fernseher hatten und Netflix-Streaming wegen dem lahmen Internet ausfiel, habe ich viel mehr gelesen. Die meisten Abende habe ich also damit verbracht, in der Hängematte zu schaukeln und Bücher zu verschlingen. Ich glaube, ich hatte das noch nie zuvor so oft gemacht.

Zurückblickend frage ich mich, ob ich in der Zeit wirklich weniger als z.B. in Peru gearbeitet habe. Ich glaube nicht, aber ich habe meine Zeit anders genutzt.

Ich konnte mehr Zeit für mich selbst nehmen, um mich persönlich weiterzuentwickeln. Das hatte ich stark in der Anfangszeit des DN-Lebens vernachlässigt.

Mit Freelancing wenig zu verdienen, hatte einen hohen Stressfaktor produziert und resultierte automatisch in langen Arbeitstagen. Ich bin wirklich überglücklich, dass mein Mann mich aus diesem miserablen Leben geholt hat und mich ins Dropshipping Gewerbe gebracht hat. Es ist weniger stressig, weil ich eher ein Chef bin und keine unterbezahlte „Angestellte“.

Gründe als digitaler Nomade am Atitlan-See zu leben

Ok, genug von meiner Lebensgeschichte. Lass uns endlich mal auf den Punkt kommen. Also, warum ist denn nun der Atitlan-See in Guatemala so großartig für digitale Nomaden?

Ich liebe es, wenn ich eine grandiose Aussicht von meinem Schreibtisch haben kann. Sobald man die Augen vom Bildschirm nimmt, hat man sofort diese atemberaubende Landschaft des Sees und der Vulkane vor sich. Mir hilft es mit der Kreativität und es erinnert mich daran, dass das Leben nicht nur aus Arbeit besteht.

Laptop auf einem Tisch vor einem großen Fenster mit dem Ausblick auf den Atitlan-See in Guatemala
Das könnte dein nächstes Büro werden

Diese Aussicht auf die Vulkane, Berge und den Atitlan-See wird auch nie langweilig. Sogar nach ein paar Monaten ist man noch von der Schönheit beeindruckt. Dazu am Morgen aufzustehen ist ein wahrer Energieboost, um richtig in den Tag zu starten. Manchmal konnten wir Gewitter auf der anderen Seite des Sees beobachten, was super faszinierend war.

Wenn du nach einem entspannten Ort suchst, fern von jeglicher Hektik der Städte, dann reise zum Atitlan-See. Dort kannst du so richtig relaxen! Als wir dort ankamen, war ich von der Ruhe bzw. Gelassenheit beeindruckt. Kein Lärm, kein verrückter Verkehr. Nur gute Vibes und Entspannung.

Ich habe es wirklich einfach gefunden, gesund zu essen, gerade in San Marcos. Gemüse und Obst konnte man günstig kaufen und die meisten Restaurants haben vegetarische Gerichte angeboten. Ich weiß, vegetarisch bedeutet nicht gleich gesund. Aber es gab kaum frittierte Sachen und alles hat super lecker geschmeckt.

In San Marcos konnten wir so gut wie kein Fleisch kaufen. Es gibt allerdings einen BBQ Laden in San Pedro, wo man Fleisch-Produkte kaufen kann. Dort sind wir immer hin, um für unsere Grill-Events einzukaufen. Sonst hat uns die Gefriertruhe von Pierre geholfen. Er bietet Rindfleisch, gefrorenen Fisch, sowie frischen Fisch an. *hust* wieder ein Grund mehr bei ihm zu wohnen *hust*

Neben dem guten Essen und der Abwesenheit von Stress kannst du in San Marcos ein aktives Leben führen. Wenn du nicht direkt im Dorf wohnst, wirst du vermutlich mehr als sonst zu Fuß unterwegs sein. Natürlich gibt’s auch Tuk Tuks, aber das wäre ja nur faul. Yoga, kayaken, SUPing, Schwimmen, Events im Hostel, und andere Aktivitäten stellen super Ablenkung vom Laptop dar.

Es ist ziemlich günstig dort zu leben. Unser Apartment und der Spanischunterricht haben am meisten gekostet und manche werden da bestimmt nicht so viel ausgeben. Essen, Drinks und Aktivitäten waren gar nicht teuer. Ich glaube wir haben ca. 1800 USD (1600€) zu zweit pro Monat ausgegeben.

In San Marcos wirst du eine Menge spirituelle Menschen treffen. Du wirst eventuell auch merken, dass du deinem Selbst näher kommst. Ich weiß nicht, was es ist, aber die Gegend hat eine besondere Aura. Falls du ein bisschen Hilfe dabei brauchst, wirst du überall Yoga und Meditationen finden. Du kannst auch andere Reinigungsrituale mitmachen, wenn du dafür bereit bist.

Da San Marcos nicht so groß ist, wirst du viel einfacher Leute kennenlernen. Das Hostel del Lago und andere Orte bieten viele unterschiedliche Events an. Schau dich einfach um und sei offen. Wir hatten keine digitalen Nomaden getroffen, aber viele Reisende und Expats. Es wartet eine tolle Community am Atitlan-See auf dich.

Sonnenuntergang mit einem Steg am Atitlan-See in Guatemala
Sonnenuntergang am Hostel del Lago

Die Schattenseite

Es gibt in meinen Augen nicht so viele Nachteile. Eines meiner größten Probleme waren die Spinnen und Skorpione. Man muss sich daran gewöhnen, dass man hin und wieder mal 6-8 cm große Spinnen und Baby-Skorpione in der Wohnung hat. Das ist halt deren Umwelt und man muss einfach etwas die Augen offen halten.

Das WLAN dort ist auch nicht so der Bringer. Ich meine, es ist ok, aber es kann mal eben für ein paar Stunden mit dem Strom verschwinden. Du kannst natürlich SIM-Karten kaufen, die schnelleres Internet zulassen. James hat das für Skype-Anrufe gemacht. Wir hatten Tigo gewählt und hatten wirklich guten Empfang am See.

In San Marcos gibt es nur einen Geldautomaten. Also sei vorsichtig wie du mit deinem Geld umgehst. Du kannst nur eine bestimmte Menge pro Tag abheben (einmal am Tag) und es wird eine Gebühr erhoben. Wenn du mehr für die Miete brauchst, musst du an unterschiedlichen Tagen gehen. Oder du fährst mit dem Boot nach San Pedro oder Panajachel. Dort gibt es mehrere Geldautomaten.

Straßenhunde, nicht nur, weil es traurig ist. Manchmal sind sie nicht ganz so nett. Wir wurden nicht gebissen, aber ein kleines Rudel hat uns ein paar Mal krass angebellt als wir zum Hostel gelaufen sind.

Wo & wie findet man eine Unterkunft am Atitlan-See?

Du kannst warten, bis du da bist und nur die ersten Nächte in einer Unterkunft buchen. Dann lauf und frag herum, wer was Passendes anbietet. Buche die ersten Nächte hier!

Wenn du alles vor der Ankunft organisieren willst, geht das natürlich auch. Pierre vom Pasaj-Cap (wo wir waren) hat sehr schnell und geduldig geantwortet. Hier ist seine Webseite. Du kannst ihm eine Email schicken, um ein Apartment oder Haus zu mieten. Seine Webseite ist nicht auf den neuesten Stand, aber er antwortet normalerweise innerhalb eines Tages. Er wird dir dann die verfügbaren Einheiten und deren Preise geben.

Vergiss nicht, dass die Hochsaison im Dezember startet und viele Unterkünfte dann ausgebucht sind.

Du kannst Unterkünfte in jeder Preisklasse finden. Manche Apartments kosten nur 350 USD (320€). Wer eine Aussicht will, bezahlt natürlich mehr. Wir haben ca. 800 USD (725€) inklusive Reinigungsservice bezahlt. Ich weiß, das ist nicht wenig, aber das war’s uns wert.

Du kannst auch in der Facebook-Gruppe von San Marcos nachgucken. Manchmal posten Leute ihre Unterkünfte dort.

Hängematte und Liege auf einer Dachterrasse mit Ausblick auf die Berge und den Atitlan-See in Guatemala
Auf der Dachterrasse lässt es sich aushalten

Von wo kannst du in San Marcos arbeiten?

Wir haben entweder zu Hause oder im Hostel del Lago gearbeitet. Das Hostel hatte eine ziemlich gute Internetverbindung. Du kannst dort auch Essen und Getränke bestellen. Wir haben dort außerdem unseren Spanischlehrer getroffen. Es ist ein guter Ort, um Leute zu treffen. Es gibt tägliche Events wie Poker-Nächte, Partys, Salsa-Abende, Motto-Nächte oder Verkostungen. Du kannst dort auch an den Yoga-Kursen auf der Seeblick-Terrasse teilnehmen.

Es gibt am Atitlan-See keinen Coworking Space. Also bist du gezwungen entweder zu Hause oder in einem Restaurant bzw. Café zu arbeiten.

Aktivitäten in San Marcos und am Atitlan-See

In dem kleinen Dorf, San Marcos, gibt es nicht viele Sachen, die man machen kann. Du kannst in das Naturschutzgebiet gehen, Kayaks ausleihen, an Yoga- oder Meditation-Klassen teilnehmen, einen Schamanen besuchen, im See schwimmen oder eine Bootstour zu einen anderen Ort machen.

Du kannst eine Wanderung zum San Pedro Vulkan oder zur Indian Nose Peak machen. Alleine zu wandern, ist nicht einfach und auch nicht wirklich sicher. Es gibt kaum Infos, selbst Locals kennen sich oft nicht aus und Wanderpfade sind nicht gut markiert. Also, recherchiere sehr genau bevor du dich in die Wildnis traust oder heuer lieber einen privaten Guide an.

Für mehr Ideen was du am See machen könntest, lies diesen Artikel.

Laptop auf einem Tisch mit Panoramasicht aus dem Fenster und dem Text: Atitlan-See - Digitale Nomaden Guide

Spanisch lernen am Atitlan-See

Falls du noch nicht Spanisch sprechen kannst, ist der Atitlan-See vielleicht der perfekte Ort dafür. Wir hatten 5 Mal pro Woche 2 Stunden Privatunterricht. Es hat uns ca. 20 USD (10€) pro Tag gekostet (beide zusammen). Wir haben Rafael, unseren Lehrer, über einen Aushang am Hostel del Lago gefunden. Er hat auch eine Facebook Seite, über die du ihn kontaktieren kannst.

Er hat uns alles durch Konversationen beigebracht. Wir haben so schnell gelernt, dass es schon echt erstaunlich war. Rafael hat alles in Spanisch erklärt. Es sei denn, man hat absolut gar nichts verstanden. Dann hat er es auf Englisch verdeutlicht. Ich mag die Sprachbad-Methode sehr gerne. So lernt man deutlich schneller. Mit ein paar Visualisierungen versteht man Regeln, auch wenn man nicht die genaue Übersetzung kennt.

In meinen Augen ist der Atitlan-See ein großartiger Ort, um Spanisch zu lernen. Es ist nicht nur günstig, sondern die Möglichkeit Spanisch zu sprechen, ist dort permanent vorhanden. Nicht viele sprechen Englisch, wodurch man seine Spanisch-Kenntnisse rasant verfestigen kann.

Nun weißt du, wie unser Leben als digitale Nomaden am Atitlan-See aussah und was dich dort erwartet. Lass ein Kommentar da, falls ich deine Fragen nicht beantwortet habe!

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Wer schreibt denn hier eigentlich?

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Abenteuerin, digitale Nomadin, und Freiheitssuchti - Das bin ich, Nate the Nomad!
Im Oktober 2016 habe ich meine Sachen in Berlin gepackt und reise seitdem mit meinem Ehemann.
Wir sind genießen die Freiheiten des ortsunabhängigen Lebens in vollen Zügen! Wir lieben kleine Abenteuer und das Kennenlernen neuer Kulturen.

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