Wachse mit Unbridled World!

Singapur mit wenig Geld – Erstaunlich viel für wenig Geld!

Um ehrlich zu sein: Singapur ist für mich nur eine Stadt des Scheins – voll von „perfekt in Szene gesetzter“ Elemente, um Touristen anzulocken und zu behalten. Gewusst wie, wa?! Ich verbrachte im Sommer (2015) nur 2,5 Tage dort, aber hatte trotzdem viel Spaß und ich fühlte mich unglaublich sicher – also das perfekte Reiseziel für Single-Reisende!

Mein erster Urlaub alleine

Ich bin sonst immer mit anderen zusammen unterwegs. Mein Auslandssemester auf Hawai’i zähle ich nicht dazu, weil das was anderes ist.

Zuvor hätte ich mir das auch nicht denken können, aber man lernt auf alle Fälle mehr Menschen kennen, wenn man alleine unterwegs ist. Ich war wahnsinnig nervös als ich los geflogen bin – meine erste Reise alleine!! Was ist, wenn es den Couchsurfing-Gastgeber unter der Adresse nicht gibt? Was ist, wenn ich gegen irgendeine Regel verstoße, die ich nicht kannte und im Singapurischen Knast lande?? Die Nervosität zog sich hin bis ich auf den Gastgeber traf.  Doch hatte ich auch etwas Ablenkung.

Als wir uns im Landeanflug über Singapur befanden sah ich schon zig Feuerwerke, die am Boden überall hochgingen. Später stellte sich heraus, dass es wegen der 50-Jahr-Feier war.

Ich hatte so gut wie keine  Ahnung von dieser Stadt. Die einzigen Sachen, die ich wusste: die Adresse meines Couchsurfing-Gastgebers; harte Strafen (die Kaugummi-Strafe) und dass ich kein Visum brauchte, sondern es bei der Ankunft bekomme. Da es schon abends war als ich landete und ich alleine war, schnappte ich mir lieber nen Taxi.

Bei der Adresse angekommen, stieg ich aus dem Taxi aus und es beschlug erstmal direkt meine Brille – ab dem nächsten Tag also definitiv Kontaktlinsen! Ich erinnere mich daran so sehr, weil ich in dem Moment bemerkte, wie schnell ich mich wieder an das untropische Wetter Deutschlands gewöhnt hatte. 

Jedenfalls machte ich mich erstmal mit dem Gastgeber und den 4 anderen Couchsurfern bekannt. Wenn ich alleine oder zu zweit reise, nutze ich sehr gerne Couchsurfing, da man so viel besser mit anderen Menschen in Kontakt kommt.

Manche Leute stehen ja auf schlafraubende riesige Schlafsäale in Hostels – ick aber nicht! Schläft man in Apartments oder Hotelzimmer, lernt man meiner Meinung nach nicht sooooo oft andere Leute kennen.

Hier in Singapur war es verrückt, da zur gleichen Zeit mehrere Couchsurfer in einer Wohnung unterkamen. Jede einzelne Person unglaublich interessant – ein chilenisches Paar, das schon seit einer langen Zeit umher reiste; eine kanadische Singlereisende, die gefühlt durch ganz Asien gereist ist; ein Australier, der eigentlich für eine Konferenz dort war und zum Schluss kam noch ein Mexikaner, der schon in Japan gewohnt hat und nun auf den Philippinen lebt. Der Gastgeber selbst war Inder. Also waren wir ein bunter Haufen Unbekannter!

Tag 1: Sentosa-Island, Bugis Street und 50 Jahre Singapur

Am ersten Tag erklärten mir die anderen wie ich die Öffentlichen benutze – wie gesagt ich hatte keine Ahnung von der Stadt. Unser Gastgeber (Mahesh) gab mir sogar eine aufladbare Karte für alle öffentlichen Verkehrsmittel (sehr zu empfehlen bei längeren Aufenthalten!). Sie ist vergleichbar mit der Oyster-Card in London. Da bargeldloses Bezahlen eh immer reibungsloser abläuft, war ich total glücklich über die Karte. Aber du kannst auch ganz einfach im Bus in bar zahlen und an den Bahnhöfen der U-Bahn (MRT) kannst du einzelne Tickets kaufen.

Am Bahnhof trennte sich die Gruppe, alle hatten Pläne – ich total planlos. So entschied ich mich Rose zum Strand zu folgen – nach ein paar Monaten Deutschland, klang das halt für mich am ansprechendsten.

So startete Singapur für mich mit Sentosa-Island, dem „ultimativen Spaß für Groß und Klein“ – so eine fake-Insel!

Singapurs Sentosa Schild in weißen Buchstaben von grünen Bäumen gerahmt
Singapurs Hollywood

Von Vivo-City aus kannst du kostenlos mit der Bahn rüberfahren oder zu Fuß laufen. Auch die Busse auf der Insel sind kostenlos – das wurde uns leider erst nach einer Stunde laufen erzählt.

Mit Kindern kann man hier wahrscheinlich sehr viel Spaß haben! Attraktionen wie die Seilbahn, Freizeitpark, Shows u.s.w. locken Touristen an.

Die Strände wirken etwas unnatürlich, aber trotzdem schön! Natürlich gibts hier auch Strandbars!

Singapur's unechter Strand, Palmen, Hängebrücke zu einer kleinen Insel mit zwei Türmchen drauf
fake Strand

Nachdem wir alles, was kostenlos war, getan und gesehen haben, sind wir auch wieder weg. Bei einem Info-Stand in dem Shoppingcenter in Vivo haben wir erfahren, dass man in der Bugis-Street günstig essen kann. Also sind wir dort hin.

Die Bugis-Street ist ein riesen Markt – vergleichbar mit dem Camden-Market. Um die Ecke fanden wir ein Haus, das gefühlt 100 Essensstände beherbergte. Mein erster kleiner Kulturschock, weil ich ja zuvor noch nie in Asien war. Aber Rose war sehr geduldig mit mir und erklärte mir viel. Ich glaube das Essen hatte zwischen 2 und 3€ gekostet – kann ich also nur empfehlen!

Danach liefen wir ein bisschen umher, bis hin zum Marina Bay Sands – einem Gebäude, das ein Schiff auf dem Kopf trägt: der weltweit höchste Infinity-Pool (200m) und wahrscheinlich auch der teuerste.

Singapur hat einzigartige Gebäude: dieses zeigt ein Schiff auf 3 Hochhäusern mit einer Art Muschel im Vordergrund und Wasser
Singapur’s ausgefallene Architektur hat mich beeindruckt!

Um die Bucht standen soooooo viele Menschen, dass wir uns wunderten. Ein Mann erklärte uns, dass dort heute 50 Jahre Singapur gefeiert wird. So gab’s kurze Zeit später eine Show des Militärs…

Singapur feiert die 50 Jahre Bestehen mit einer Jet-Formation, die eine 50 am Himmel bildet
Flugzeuge zur 50-Jahre-Singapur-Feier

…und am Abend auch ein Feuerwerk. Unglaublich!

50 Jahre Singapur Feuerwerk am Bay, Hochhäuser hinten, die mit einbezogen wurden und kleine Feuerwerke auf den Dächern haben
Sogar die Hochhäuser in der Umgebung wurden in die Show einbezogen

Tag 2: Little India und Garden by the Bay

Dieser Tag begann erst recht spät, mit einem indischen Essen in einer Seitenstraße von Little India. Dieser Bezirk ist ein Muss! Mahesh – waschechter Inder – suchte sein Lieblingsrestaurant aus – hammer lecker! An einem großen Tisch saßen wir und bekamen Brot und Reis auf Bananenblätter serviert, dazu gabs verschiedene Soßen zum selbst Aussuchen.

Währendessen wir uns das Essen teilten, erzählte uns Mahesh einiges über seine Kultur. Essenstabu ist natürlich, wie viele vermutlich schon kennen, das Essen mit der linken (dreckigen) Hand. Aber er erzählte uns auch über Regionen in Indien, die wir besuchen sollten.

Anschließend sind wir noch ein wenig durch die Gegend gelaufen.

Am Abend bin ich mit einem neuen Couchsurfer zum Gardens by the Bay. Ich kann gar nicht richtig beschreiben, was das ist. In dem Park stehen riesige Bäume, aber keine echten – es sind Gebäude, die aber von außen wiederum bepflanzt wurden. Oben in den Baumkronen kann man auf Wegen laufen.

Singapur hat Gebäude, die wie Bäume aussehen, in den Baumkronen ist ein Weg, Pflanzen an der Fassade der Bäume
Riesig und in der Mitte ist der „Baumwipfelpfad“ zu sehen

Und jeden Abend kann eine Show bestaunt werden. Es spielt Musik und die Bäume erstrahlen in unterschiedlichen Farben, passend zur Musik. Unglaublich!

Wir lagen auf einer Wiese und haben die 15-minütige, kostenlose Show genossen (aktuelle Uhrzeiten für die Show findet ihr auf der Website). Den Park konnte ich nur nachts sehen, aber wäre auf jeden Fall am Tage auch einen Besuch wert, denn nachts konnte ich die Schönheit der Details nur erahnen.

Am Nachmittag des nächsten Tages ging es für mich mit Umwegen nach Indonesien, wo ich mich mit meinem Freund treffen wollte.

Alles im allem habe ich mich in Singapur sehr sicher gefühlt und kann  es nur empfehlen hier auch mal Couchsurfing auszuprobieren oder überhaupt zu nutzen, denn dadurch knüpft man neue Kontakte und hat in den meisten Fällen eine grandiose Zeit!

Hostelpreise sind – wie in jeder Metropole – recht hoch, aber man kann auch was für um die 20€ pro Nacht finden, wenn man früh genug bucht. Das ist für Asien sehr teuer!

Hier sind ein paar mögliche Budget-Unterkünfte für Singapur:

Die Coziee Lodge bietet Themen-Schlafsäle und das Hostel liegt auch noch sehr nahe am Marina Bay und den Gardens By The Bay. Buche dein Bett hier!

Das Blue Jazz Hostel bietet Frauen- und gemischte Schlafsäle an. Es liegt in der Nähe der Bugis Street. Buche dein Bett hier!

Das InnCrowd Backpackers Hostel befindet sich direkt neben Little India und bietet Schlafsäle mit 8 und 12 Betten an. Buche dein Bett hier!

Auch das Clifden Hostel liegt in Little India, was nicht weit von den Gardens By The Bay ist. Buche dein Bett im 6er, 8er oder 12er Schlafsaal hier!

Wachse mit Unbridled World!

Kreieren. Leben. Entfalten.

Krieg‘ hilfreiche Tipps & Inspiration mühelos per Email!

Wer schreibt denn hier eigentlich?

Wer schreibt denn hier eigentlich?

Abenteuerin, digitale Nomadin, und Freiheitssuchti - Das bin ich, Nate the Nomad!
Im Oktober 2016 habe ich meine Sachen in Berlin gepackt und reise seitdem mit meinem Ehemann um die Welt.
Wir genießen die Freiheiten des ortsunabhängigen Lebens in vollen Zügen. Wir lieben kleine Abenteuer und das Kennenlernen neuer Kulturen.

Hier erfährst du mehr!

2 Kommentare

  • Ich finde es toll, wenn man auch mit weniger Geld einen tollen Urlaub erleben kann und im Grunde auf nichts verzichten muss. Solche Artikel wie hier sind einfach immer wieder klasse. So bekommt man doch den ein oder anderen Tipp, der dazu führt, Geld einzusparen.

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.